Tradition

Das Haus trägt seit Generationen einen Haus- bzw. Vulgonamen: „Kleinhofer“. Der Vulgoname kann die Lage eines Hofes beschreiben (Ebenpeter, Flachermichl) oder eine Kombination aus ursprünglichen Namen sein (Seppl im Dorf, Grubbauer). In unserem Fall gab und gibt  es Nachbarbauernhöfe (Hoferpeter, Hoferseppl), die größer waren und sind, unsere kleine "Keusche" hat daher schon den passenden Namen "Kleinhofer". Dieser Name bleibt immer gleich, auch wenn sich Familiennamen durch Heirat ändern.

Erstmals erwähnt wird das Haus im Jahr 1820, es kam 1909 in den Besitz der Großeltern. Nach dem frühen Tod des Großvaters, er starb im 46. Lebensjahr, führten die Mutter und die Großmutter die kleine Landwirtschaft. Die Zeiten waren hart, es reichte nur knapp zum Überleben. Bis 1998 – also beinahe 100 Jahre – wurde der ca. 2,5 ha große Hof als Landwirtschaft geführt. Heute gibt es außer Hühnern und Katzen keine Tiere mehr, wohl aber noch viele, zum Teil sehr alte, Obstbäume.

Im Jahr 1961 begann Antonia, die Mutter von Andrea, Zimmer an Gäste zu vermieten, damals als klassische Sommerfrische für die "Städter" die mit dem Zug angereist kamen um das Landleben zu genießen. Nach sehr einfachen Verhältnissen am Anfang – eine Toilette für 10 Gäste plus die Familie - wurde Anfang der 70iger Jahre das Haus umgebaut und "Komfortzimmer" mit Dusche und WC gemacht. Inzwischen hat sich wieder viel getan, es gibt jetzt keine Teppichböden mehr, ein großer Frühstücksraum und eine Miniküche für Gäste sind entstanden, die Zimmer sind der Zeit angepasst mit modernen Badezimmern, TV und Wlan. Was sich nicht geändert hat ist eine herzliche Gastfreundschaft in einer der schönsten Regionen der Steiermark - und das seit mehr als 50 Jahren!